Wenn der Kopf einfach nicht zur Ruhe kommt
Es fühlt sich komisch an, wieder hier zu sitzen und zu schreiben. Aber ich mache es dennoch, denn ich habe das Gefühl, dass mein Kopf am Durchdrehen ist. Heute ist es schon etwas besser, weshalb ich es auch endlich schaffe. Seit fast einer Woche struggle ich mit meinem Kopf. Die Gedanken gehen hin und her und ich habe jeden Tag ans Schreiben gedacht – nur leider konnte ich nicht. Ich wusste einfach nicht wie.
Das neue Leben als zweifache Mama
Zwischen Haushalt, Kind bekommen und nun Mutter von zwei Jungs zu sein, hat es ein wenig gedauert, bis wir uns hier so einigermaßen eingelebt haben. Jetzt, wo der Kleine fast vier Wochen alt ist, haben wir uns gut eingespielt. Ich sitze auf meinem Gymnastikball und habe das Baby im Tragetuch vor mir gebunden.
Alte Wunden und fehlender Respekt
Zum einen ist es so, dass mir meine Zwillingsschwester mal wieder was zukommen lassen hat – und zwar eine Einladung zur Einschulung von meinem Neffen. Ihr müsst dazu wissen, dass ich den Kontakt zu ihr abgebrochen habe und wir auch nicht im Guten auseinandergegangen sind. Ich habe zuletzt eine sehr beleidigende Nachricht von ihr erhalten. Ich verstehe einfach nicht, wie man so dämlich sein kann. Ich habe ihr mehr als einmal ganz klar zu verstehen gegeben, dass das vorbei ist.
Nun tut sie mal wieder so, als wäre nichts gewesen. Es kotzt mich an. Denn auch das hat mir wieder bewiesen, dass ich genau den richtigen Schritt gegangen bin, indem ich den Kontakt abgebrochen habe – denn selbst jetzt respektiert sie mich null. Ich werde euch irgendwann in einem anderen Beitrag davon berichten, wie meine Verwandtschaft ist und warum ich den Kontakt abgebrochen habe. Das würde hier einfach den Rahmen sprengen und wäre auch an meinem aktuellen Thema voll vorbei.
Verpasste Momente und Frust beim Baby-Shooting
Der zweite Punkt ist, dass ich mit meinem Mann beschlossen habe, ein Newborn-Fotoshooting zu machen. Nun ist der Kleine schon fast vier Wochen alt und fast kein Neugeborenes mehr. Es nervt mich, dass wir den Termin so spät bekommen haben. Es ist nämlich so, dass wir bereits ein Babybauch-Shooting mit der Fotografin hatten und sie uns mehr oder weniger zugesichert hat, dass wir es hinbekommen, in den ersten zwei Wochen einen Termin zu finden. Tja, was soll ich sagen: Der Termin ist von heute auf morgen verschoben worden.
Ich weiß, es sollte mich nicht so sehr stören, denn es ist ja nur ein Tag später. Aber was mich nervt, ist, dass der Termin im Allgemeinen zu spät für mich ist. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir das Shooting-Angebot aus dem Krankenhaus wahrgenommen und wirklich Fotos aus den ersten Tagen bekommen. Ich bin einfach maximal genervt davon und weiß ehrlich nicht, wie der Termin morgen wird. Ich versuche, aufgeschlossen zu sein – was mir nach jetzigem Gemüt nicht leichtfallen wird, weil ich so dermaßen enttäuscht bin.
Mund fusselig reden und Alltagswahnsinn
Noch ein Punkt ist, dass ich schon wieder das Gefühl habe, mir den Mund fusselig zu reden. Immer wieder sage ich meinem Mann, was zu erledigen ist oder was ich geändert haben möchte (z. B. finde ich es super ekelhaft, wenn der Biomüll bei den Temperaturen in einer Papiertüte offen in der Küche steht – wir haben extra Behälter dafür gekauft). Ich bin es derzeit wirklich leid, ihm diese Dinge immer und immer wieder zu sagen. Dazu kommt, dass ich mich extrem schlecht fühle, wenn ich ihm das dauernd sage. Ich will nicht die sein, die immer nur meckert und nicht anerkennt, was er macht. Und trotzdem muss ich es loswerden, weil es mich anekelt. Es gibt so viele Kleinigkeiten, über die ich auch gerne hinwegsehe – ja, ich gebe zu, das musste ich lernen und muss es in gewissen Punkten immer noch –, aber ich denke, dass ich bei dem Müll nicht überreagiere.
Ein kleiner Befreiungsschlag
Naja, ich bin froh, das alles einmal aufgeschrieben zu haben. Ich könnte gerade auf der einen Seite eine Stunde weiterschreiben, auf der anderen braucht mein Kopf erst einmal wieder eine Pause. Das ist alles sehr emotional für mich zurzeit – zumal ich mein Baby stille und die Hormone auch ihren Teil dazu beitragen.

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